WAS IST OSTEOPATHIE?

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, bei der körperliche Untersuchung und Behandlung ausschließlich mit den Händen des Osteopathen vorgenommen wird. Dieses ganzheitliche medizinische Behandlungskonzept wurde vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1829-1917) begründet.

Der Osteopath löst durch gezielte manuelle Impulse Bewegungseinschränkungen der körperlichen Strukturen und Rhythmen und aktiviert die körpereigene Intelligenz der Selbstregulation.

Zweck der Behandlung ist nicht die Bekämpfung von Symptomen sondern vielmehr das auf-"lösen" von strukturellen Störungen, welche die Beschwerden herbeigeführt haben.

Grundlage von Diagnose und Therapie sind das sanfte Erspüren der Gewebsspannungen und Rhythmen durch die Hände des Osteopathen. Dazu benötigt der Osteopath in erster Linie sehr gute Kenntnisse der Physiologie und Anatomie des Menschen, eine intensive Schulung seines Tastsinns, sowie Einfühlungsvermögen und Intuition.

Die Untersuchung und Behandlung umfasst gleichermaßen

  • den Bewegungsapparat mit Bindegewebe, Muskeln, Knochen und Gelenken ( parietale Osteopathie )

  • die Inneren Organe (viszerale Osteopathie) sowie

  • den Kopf mit seinen Hirnstrukturen, die Wirbelsäule mit dem Rückenmark, die verbindenden Hirn- und Rückenmarkshäute und das Nervensystem (craniosakrale Osteopathie ).

HERKUNFT DER OSTEOPATHIE

Die Osteopathie wurde ursprünglich von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917) entwickelt, dessen Forschung und Erfahrung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Basis für die heute als Osteopathie bekannte Form der Medizin schufen. Der breiten Öffentlichkeit wurde sie 1874 erstmals vorgestellt. 1892 erfolgte die Gründung der „American School of Osteopathy“ (ASO), der ersten Ausbildungsstätte dieser Art. Sie trug den Begriff „Osteopathie“ bereits im Namen.

 

John Martin Littlejohn (1866 – 1947), ein Schüler Stills, war maßgeblich an der Gründung der „British School of Osteopathy“ (BSO) in London im Jahre 1917 beteiligt und trug entscheidend zur Verbreitung der Osteopathie in Europa bei.

 

Dr. William Garner Sutherland (1873 – 1954), ebenfalls ein Schüler Stills, bezog schließlich auch den Schädel in die Theorie und Praxis der Osteopathie mit ein.

Osteopathie in Deutschland ist relativ jung: Während sie in den 1950er Jahren nur vereinzelt praktiziert wurde, begann Ende der 1980er Jahre eine verstärkte Verbreitung.

Weitere Hintergrundinformationen zur Osteopathie finden Sie beim Verband freier Osteopathen e.V. (VfO)

"Wenn alle Systeme des Körpers wohlgeordnet sind, herrscht Gesundheit."

A.T. Still

(Begründer der Osteopathie)